„Technologiepark – Wasserstoffforschungsanlage Gmünd“

Die Republik Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 1.000 Megawatt Wasserstoffproduktion aus erneuerbarer Energie zu installieren. Die geplante Anlage in Gmünd wird Teil dieses Programmes sein. Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED II und Red III) verpflichtet dabei die EU-Mitgliedstaaten, verbindliche Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien zu erreichen. Die Richtlinie gibt vor, dass Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff mit 100% grünem Strom aus eigener Produktion betrieben werden müssen. Dem wird durch die Errichtung eines eigenen Kleinwasserwasserkraftwerk, das in unmittelbarer Umgebung des Standortes am rechten Ufer der Lieser errichtet wird, Rechnung getragen. Der überschüssige Wasserstoff, der nicht zum Betrieb des Motorgenerators benötigt wird, wird zum einen am Standort zum Expedit verladen. Darüber hinaus erfolgt der Bau einer Pipeline zur Katschbergstraße, an der eine Wasserstofftankstelle errichtet wird.

Der bei der Elektrolyse von Wasserstoff zusätzlich anfallende technische Sauerstoff wird ohne Zwischenlagerung vor Ort abgefüllt und zu den entsprechenden Bedarfsträgern verliefert. Dies sind fürs Erste Fischzuchtanlagen, bzw. kommunale und gewerbliche Abwasserreinigungsanlagen.

In der Anlage wird ein schwarzstartfähiger Wasserstoffmotorgenerator für eine vollständig dekarbonisierte Rückverstromung in Zeiten von zu wenig erneuerbaren Energien als „Green Hydrogen Energy Hub“ installiert. Die Anlage ist der erste seiner Art weltweit und verbindet die Wasserstoffproduktion aus Grünem Strom mit der Systemdienlichkeit im regionalen Stromnetz. Mit ihrer Speicherkapazität trägt die Anlage damit dazu bei, die Nutzung des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erhöhen. Die produzierte Abwärme ist in der Lage das Fernwärmenetz der Stadt Gmünd zu versorgen.

Die gesamte Anlage ist in der Lage, dringend benötigte erneuerbare Energie in das Stromnetz des Landes Kärnten einzuspeisen. Die Gesamtstromproduktion aller Anlagenteile beträgt 62.000 MWh. Damit können etwa 15.000 Kärntner Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Die Anlage trägt somit maßgeblich zur CO2 Neutralität des Landes Kärnten bei.